Herzlich willkommen

im Internetportal des Diakonischen Werkes Hersfeld-Rotenburg.

Als kirchliche Einrichtung bieten wir Beratung zu Erziehung, Paarkonflikten, bei Suchterkrankungen und anderen Abhängigkeiten, in sozialen Fragen, für MigrantInnen und Flüchtlinge sowie Menschen in akuter Wohnungsnot an. Ergänzend organisieren wir die beiden Tafeln im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und sind mit der Bahnhofsmission in Bad Hersfeld für Sie da. Die Jugendhilfestation mit ihrer Tagesgruppe für Kinder von 6-14 Jahre unterstützt Familien und deren Kinder. Schulen und Kindertagesstätten nutzen gern die Präventionsarbeit unseres Beratungs- und Behandlungszentrums. Ambulante Rehabilitation und Substitution sind für Betroffene eine wesentliche Unterstützung für einen lebenswürdigen Alltag.

Qualifizierte, zur Verschwiegenheit verpflichtete, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in allen Bereichen für Sie ansprechbar.

Unsere Angebote richten sich an alle Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen, unabhängig, ob sie einer christlichen Kirche angehören, eine andere Konfession haben oder ohne religiöse Bindung sind.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Kontaktdaten und Informationen zu unserem Diakonischen Werk und seinen vielfältigen Angeboten. Wir laden Sie ein, unsere Angebote für sich zu nutzen und sie anderen zu empfehlen.

INFO-LETTER der Fachstelle für Suchtprävention Oktober 2021

07.10.2021

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Die „stille Sucht“

Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten

Medikamente dienen in einer bestimmten Dosierung zur Heilung bzw. Linderung oder aber zur Vorbeugung bestimmter Krankheiten. Allerdings kann die Anwendung von Medikamenten auch Risiken bergen. So haben Medikamente häufig unerwünschte Nebenwirkungen und können darüber hinaus ein eigenes Missbrauchs- und Suchtpotenzial besitzen.

Abhängigkeit oder zumindest gewöhnungsgemäßer Gebrauch von psychotropen Medikamenten sind in Deutschland weit verbreitet. Etwa 1,4 bis 1,5 Millionen Menschen sind von Medikamenten abhängig, manche Experten gehen sogar von 1,9 Millionen Betroffenen im Alter von 18 bis 64 Jahren aus (Jahrbuch Sucht DHS 2019; Glaeske 2021). Damit sind ebenso viele Menschen von Arzneimitteln abhängig wie von Alkohol. Besonders häufig sind hiervon Frauen und ältere Menschen betroffen. Weiterhin zählen auch Menschen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund zur Risikogruppe. 10% der Jugendlichen in Deutschland geben an schon einmal Medikamente ohne Schmerzen eingenommen zu haben. 80 % der Konsumet*innen von Anabolika sind keine Leistungssportler.

Konsumiert werden z.B.: Schmerzmittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Anregungsmittel und Anabolika. Bevorzugt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hustensirupe mit Codein od. Dextromethorphan. Meistens stecken hinter einer Medikamentenabhängigkeit Benzodiazepine oder verwandte Substanzen (Zolpidem und Zopiclon, sogenannte Z-Drugs). Das sind Schlaf- und Beruhigungsmittel, die sich zur kurzfristigen Linderung bei Spannungs- und Erregungszuständen, bei Ängsten, Schlafstörungen und Depressionen bewährt haben.

Die Abhängigkeit von Medikamenten ist eine „stille Sucht“: Medikamente riechen nicht wie Alkohol, sie machen den Menschen nicht laut und unangenehm und sie sind heimlich und unauffällig einzunehmen. Und wenn einem jemand bei der Einnahme beobachtet, gibt es immer einen plausiblen Grund: Der Arzt oder die Ärztin haben sie ja aufgrund von Krankheitssymptomen verordnet. Doch vielen Patienten und auch manchen Ärzt*innen und Apotheker*innen ist nicht bewusst, dass sich schon nach vier- bis sechswöchiger Einnahme eine Abhängigkeit einstellen kann. Die Patient*innen wiegen sich in Sicherheit, weil das Medikament vom Arzt verschrieben ist. 

 

Gründe für einen riskanten oder erhöhten Konsum von Medikamenten:

  • Amphetamine: missbraucht zur Leistungssteigerung
  • Antidepressiva: ebenfalls missbraucht zur Leistungssteigerung
  • Appetitzügler: in der Regel aus der Amphetamin-Familie, genutzt für übertriebene Abmagerungsziele
  • Benzodiazepine (und die benzodiazepinähnlichen „Z-Drugs“): Schlaf- und Beruhigungsmittel werden häufig bei Störungen der Befindlichkeit missbraucht.
  • Diuretika: missbraucht zur Gewichtsabnahme im Rahmen von Doping oder Essstörungen.
  • Opioide: stark wirkende Schmerzmittel, mit denen Rausch- und Euphoriezustände erreicht werden sollen
  • außerdem folgende rezeptfreie Mittel: Schmerzmittel (vor allem mit Koffein), Abführmittel, abschwellende Nasentropfen
  • Hustensirupe: um abzuschalten, Ängste zu unterdrücken, sich zuzudröhnen

Anabolika: zum Aufbau der Muskelmasse, verändern des Körpers sog. „Bodytuning“ 

Anzeichen problematischen Medikamentenkonsums

Wenn Medikamente nicht bestimmungsgemäß eingenommen werden, d. h. ohne medizinische Indikation, in zu hoher Dosis oder über einen zu langen Zeitraum, spricht man von einem problematischen Medikamentenkonsum. Medikamente mit Abhängigkeitspotential wiederum sind vor allem solche mit psychoaktiver Wirkung.

Eine Medikamentenabhängigkeit kann sich u. a. in folgendem Verhalten äußern:

  • Einnahmen sind weder krankheits- noch situationsbezogen
  • Konsum, um bestimmte Gefühle zu betäuben oder herbeizuführen oder Einnahme   vor Auftreten der Beschwerden
  • Verheimlichung, Bagatellisierung des Konsums – Sorge, dass die / der Ärzt*in kein Rezept mehr ausstellt
  • Aufsuchen verschiedener Arztpraxen, um die Medikamente verschrieben zu bekommen, sowie verschiedener Apotheken zum Einlösen der Rezepte bzw. zum Kauf der Medikamente
  • Nachlassende Wirkung bei gleichbleibend hoher Dosierung bzw. Notwendigkeit der Dosiserhöhung, um die gewünschte Wirkung zu erzielen (Toleranzentwicklung) Entzugssymptome beim Absetzen des Medikaments, z.B. Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Unruhe, Angstzustände, depressive Verstimmungen, Halluzinationen, Krämpfe etc.

Medikamentenabhängigkeit wird häufig erst in einem späten Stadium der Erkrankung erkannt, denn der Übergang vom Gebrauch zum Missbrauch und zur Abhängigkeit ist fließend und das Ursachengefüge für eine Medikamentenabhängigkeit sehr komplex.

 

Ohne Aufklärung kein Problembewusstsein

Die Tatsache, dass Medikamente in der Regel bei Beschwerden eingenommen werden und meist sogar ärztlich verordnet wurden, erschwert die Entwicklung eines Problembewusstseins hinsichtlich einer möglichen Abhängigkeit bei den Konsument *innen. Eine große Herausforderung für die Prävention ist die Sensibilisierung der Allgemeinheit für die mit Medikamentenkonsum verbundenen Risiken, da Medikamente mit Suchtpotential quer durch die Bevölkerung eine Rolle spielen. Das Thema Medikamentensucht muss aus der Tabuzone herausgeholt werden. Grundsätzlich ist es wichtig über das Thema zu Reden und zusätzlich neben der Aufklärung der Allgemeinbevölkerung u.a. die Apotherker*innen, Ärzt*innen oder Beschäftigte in der Altenhilfe für die Risiken und Gefahren zu sensibilisieren. Auch prägt der Umgang von Erwachsenen mit Medikamenten das Verhalten der Kinder. Wenn diese früh lernen, dass es gegen jede Form des Unwohlseins ein passendes und schnell wirksames Mittel gibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch später vorschnell zu Medikamenten greifen, anstatt nach den Ursachen zu suchen. Es ist wichtig, dass Eltern, aber auch Pädagog*innen, Symptome bei Kindern und Jugendlichen als solche wahr- und ernst nehmen. Sind die Kopfschmerzen vielleicht Folge von z.B. stundenlangem Computerspiel, lauter Musik, zu geringer Flüssigkeitsaufnahme oder vielleicht von Stress, Überlastung und nicht erholsamem Schlaf? Alternative Angebote zum Medikamentenkonsum, wie z.B. Entspannungsübungen oder Bewegung anstatt Schmerz- oder Beruhigungsmittel, sollten selbstverständlich sein.

Entscheidend ist, dass Maßnahmen zur Prävention und Hilfe konsequent geschlechtergerecht ausgestaltet werden. Das erfordert vor allem eine noch stärkere Berücksichtigung der unterschiedlichen Problemlagen und Lebensrealitäten von Frauen und Männern, die maßgeblichen Einfluss auf Entwicklung und Verlauf einer Medikamentenabhängigkeit haben. Ein ganzheitlicher und an den Bedürfnissen der betroffenen Menschen ausgerichteter Ansatz ist für eine erfolgreiche und nachhaltige Prävention und Hilfe unverzichtbar. Die gängige Verordnungspraxis kritisch zu hinterfragen und gemeinsam mit den Patient*innen auch alternative Behandlungsmöglichkeiten in Erwägung zu ziehen.

www.dhs.de      www.frauengesundheitsportal.de    www.bzga.de     www.alter-sucht-pflege.de
www.drugcom.de           www.hls-online.org

Weitere Informationen bei:    

Alexandra Lauer (alexandra.lauer@ekkw.de)
Christina Heimeroth (christina.heimeroth@ekkw.de)


Hessenweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht

23.09.2021

Presseinformation / Bad Hersfeld, den 29. September 2021

„Was bedeutet es, glücksspielsüchtig zu sein?“

Anlässlich des hessenweiten Aktionstages zur Glücksspielsucht geht die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) mit einem Videoclip zur Glücksspielsucht online. In dem Clip „Wenn Glücksspiel Leiden schafft“ – Wenden Sie sich an die hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht – geben hessische Fachberater*innen Zitate ihrer Klient*innen wieder, die nicht nur ihre schlimmsten Momente spiegeln, sondern auch Einblick in die Hilfe der Fachberatung geben.

„Um an Geld zu kommen, habe ich das Dreirad meines Kindes verkauft.“ „Glaubt nicht den Versprechungen der Glücksspielindustrie!“ Mit diesen Botschaften richten sich Klient*innen der hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht an die Öffentlichkeit. Im neuen Videoclip der HLS geben Fachberater*innen stellvertretend für ihre Klient*innen deren Zitate wieder.

„So können wir erstmalig auf diesem Weg einen Einblick in die durch das Glücksspiel oftmals sehr schwierigen Lebensumstände hessischer Klient*innen gewähren“, erklärt Christina Heimeroth von der Fachberatung Glücksspielsucht des Diakonischen Werkes Hersfeld-Rotenburg.

Mit der landesweiten Aktion machen die HLS und die regionalen Fachberatungen für Glücksspielsucht auf die Risiken von Glücksspielen und deren Auswirkungen auf Menschen aufmerksam.

„Diskussionen zum Glücksspielmarkt drehen sich zumeist um gesetzliche Rahmenbedingungen und Umsätze in Milliardenhöhe. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass die negativen Auswirkungen des Glücksspielmarktes Menschen betreffen; Menschen, deren eigenes Leben und/oder das ihrer Familie häufig massiv zerstört wird“, sagt Kerstin Blüm, Leiterin des Beratungs- und Behandlungszentrums für Abhängigkeitserkrankungen im Diakonischen Werk Hersfeld-Rotenburg.

In Hessen haben mehr als 31.000 Menschen massive Probleme mit Glücksspielen. Hinzu kommen zahlreiche Angehörige, die von der Problematik ebenfalls betroffen sind. Das Leid hinter dieser abstrakten Zahl wird konkreter, wenn es sich am Lebenslauf eines einzelnen Menschen festmacht. Der Traum vom bürgerlichen Leben ist zerschlagen: Kinder großziehen, ein Haus bauen. Geblieben sind oft nur Berge von Schulden. Im Videoclip teilen Glücksspielabhängige ihre Erfahrungen und Gedanken mit der Öffentlichkeit. Es sind Beiträge, in denen die persönliche, die menschliche Perspektive der Glücksspielsucht deutlich wird.

Glücksspielsucht (Pathologisches Glücksspielen) ist seit 2001 als eigenständige Krankheit anerkannt. Daraus ergeben sich für die Betroffenen wichtige Unterstützungsleistungen: Es besteht ein Anspruch auf ambulante, stationäre und (Nachsorge-) Leistungen, die von den Rentenversicherungsträgern bzw. den Krankenkassen finanziert werden. Menschen, die sich den umfangreichen und stets zur Verfügung stehenden Glücksspielangeboten nicht entziehen können und ein pathologisches Glücksspielverhalten entwickeln, erhalten fachliche Unterstützung und Hilfe bei den 15 spezialisierten Fachberatungen für Glücksspielsucht in Hessen.

„Glücksspielsucht ist vorherrschend eine soziale Erkrankung, die in den meisten Fällen mit Schulden, oft auch mit Straffälligkeit einhergeht, alles in allem mit Folgen, die eine vollständige Teilhabe am Leben der Gemeinschaft erheblich einschränken“, sagt Christina Heimeroth.

Mit Glücksspielangeboten ist jeder Lebensraum durchdrungen, sich diesen zu entziehen fast unmöglich. Dazu arbeitet die Glücksspielindustrie ständig an ‚Innovationen’, die einen Suchteinstieg durchaus begünstigen und erleichtern. Abhilfe kann hier nur die Politik schaffen, denn sie muss nicht nur für die gesetzlichen Regelungen zum Spieler*innen- und Jugendschutz sondern auch dringend für deren Umsetzung sorgen.

Hier gehts zum Video "Wenn Glücksspiel Leiden schafft"!
Wenden Sie sich an die hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht.



Weitere Informationen bietet die Internetseite der HLS unter www.hls-gluecksspielsucht.org

Haben Sie Fragen zur Glücksspielsucht?
Benötigen Sie oder Ihre Angehörigen Hilfe?

Bitte melden Sie sich:

Fachberatung Glücksspielsucht
Diakonisches Werk Hersfeld – Rotenburg

Christina Heimeroth
Telefon: 06621 – 61 0 91

Christina.Heimeroth@ekkw.de


Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) ist der Zusammenschluss der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und ihrer Mitgliedsorganisationen, die auf dem Gebiet der Suchtprävention und der Suchthilfe tätig sind. In der HLS sind nahezu alle hessischen Einrichtungen der Suchtprävention und Suchthilfe organisiert: 200 Einrichtungen im professionellen Bereich sowie 550 Selbsthilfegruppen. Die HLS finanziert sich aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, Spenden und Bußgeldern.

Um den Weg in die Glücksspielsucht zu vermeiden und den bereits Betroffenen wie auch Angehörigen Hilfen anbieten zu können, finanziert das Land Hessen seit 2008 an 13 Standorten 15 Fachberatungen für Glücksspielsucht, die in das bestehende hessische Suchthilfesystem integriert sind. Weiterhin stellt das Land Mittel für eine landesweite Koordination bei der HLS zur Verfügung. Diese zusätzlichen Personalstellen werden von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrages bereitgestellt.

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Erfolgreicher Abend in der Stadtkirche mit Familienexperten Jan-Uwe Rogge

16.09.2021

Jan Uwe Rogge „Rabeneltern sind die besseren Eltern“

Am 06.09.2021 organisierte das Team der Psychologischen Beratungsstelle einen Vortragsabend mit dem Familienberater und vielfachen Buchautor Jan Uwe Rogge in der Stadtkirche zu Bad Hersfeld. Unter dem Thema des Abends „Rabeneltern sind die besseren Eltern“ fanden insgesamt 92 interessierte Eltern, pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten den Weg in die Stadtkirche. Sie haben es sicher nicht bereut. Humorvoll und kurzweilig widmete sich der Autor den alltäglichen (klassischen) Erziehungsthemen. Eine Bücherpräsentation durch die Hoehlsche Buchhandlung vor Ort bot die Gelegenheit zum Stöbern und Kaufen. Mit einer Widmung des Autors konnte man den Besuch gelungen abrunden.  

Allen Unterstützern und Helfern sei herzlich gedankt.


Bewegte Welt

09.09.2021

Am 01.09.2021 startete das neue Angebot der Jugendhilfestation I „Bewegte Welt“.

Hierbei handelt es sich um ein offenes, kostenfreies Gruppenangebot für Eltern und Alleinerziehende mit ihren Kindern im Alter von 0-3 Jahren. Geleitet werden die wöchentlichen Veranstaltungen von den Mitarbeiterinnen der Jugendhilfestation I Lydia Wentland und Meike Pfau, die außerdem das Angebot „Kaffeeklatsch“ und mehrere PEKiP-Kurse durchführen.

Das Angebot „Bewegte Welt“ findet in Zusammenarbeit mit den „Frühen Hilfen“ im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Rahmen der Aktion „Aufholen nach Corona“ statt und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Eltern und Kindern soll ermöglicht werden, durch Bewegung und gemeinsames Tun positive Erfahrungen zu sammeln. Sie haben Gelegenheit gemeinsam aktiv zu werden, in guten Kontakt miteinander kommen und sich zu persönlichen aktuellen Fragestellungen auszutauschen. Es werden verschiedene wechselnde Spiel- und Bewegungsangebote vorgestellt, so dass für alle anwesenden Alters- und Entwicklungsstufen etwas Passendes dabei ist. Sofern das Wetter es zulässt, findet das Angebot im Freien statt.

Die ersten beiden Termine waren zur Freude der Mitarbeiterinnen sehr gut besucht. Es waren jeweils mehr als zehn Eltern-Kind-Paare anwesend, die interessiert die verschiedenen aufgebauten Spielstationen ausprobierten. Im Garten wurde gemeinsam gesungen, Fingerspiele gemacht, balanciert und vieles mehr. Es entstand schnell ein fröhliches Miteinander in angenehmer Atmosphäre.

Das Angebot findet unter den jeweils geltenden Corona-Bedingungen statt.

Interessierte Eltern und Alleinerziehende sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung zu besuchen; es ist keine Voranmeldung erforderlich.

Hier gehts zum Plakat


INFO-LETTER der Fachstelle für Suchtprävention September 2021

06.09.2021

https://pixabay.com/de/users/cbd-infos-com-13065354/Julia Teichmann

Neues Superfood?

Hanf und CBD in Lebensmitteln

Nicht nur Lebensmittel mit Hanf liegen im Trend. Auch um den Hanfinhaltsstoff Cannabidiol (CBD) entwickelt sich ein regelrechter Hype. Lebensmittel, die Hanf enthalten, sind schon lange auf dem Markt, z.B. Speiseöl Backwaren oder Müsli-Riegel. Doch die Situation hat sich geändert – durch neuartige Hanfprodukte, um die ein regelrechter Hype entstanden ist: sogenannte CBD-Öle.

Die drei Buchstaben „CBD“ stehen für Cannabidiol. Auch das ein spezifischer Inhaltsstoff von Hanf. Er soll entzündungshemmend wirken, Schmerzen lindern und Ängste lösen. So werden auch die überaus teuren Öle oft beworben: Als Hilfe bei Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen oder Depression preisen einige Hersteller ihre Produkte an. Ferner sollen sie Abhilfe bei Gelenkschmerzen (Arthrose), Migräne, Alzheimer, Epilepsie und sogar bei verschiedenen Krebserkrankungen etc. schaffen.

Hierbei handelt es sich um krankheitsbezogene Aussagen, die generell für Lebensmittel nicht verwendet werden dürfen.

In Drogerien, Supermärkten und Onlineshops sind Kapseln, CBD-Öl oder Kaugummis erhältlich. Bei CBD-Öl handelt es sich in der Regel um Extrakte der Gesamtpflanze (inkl. Blüten und Stängel). Diese Extrakte werden dann in gewöhnliche Speiseöle wie Sonnenblumenöl und Olivenöl, aber auch in Hanfsamen-Öl gemischt.

Cannabisöle mit z.B. 5 Prozent CBD sind sehr teuer. Sie werden teilweise in kleinen Fläschchen angeboten, die umgerechnet auf 100 ml rund 300 Euro kosten.

Aber: Diese Produkte können gesundheitlich beeinträchtigende Mengen des psychoaktiven Stoffes Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten. Solche hohen, oral aufgenommenen THC-Dosen können u. a. zu Herzrasen, Bindehautreizung, "High-Gefühl" oder Niedergeschlagenheit führen.

CBD – Zulassung umstritten, gesundheitlich riskant

Aus Sicht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) müssen die Anbieter, bevor sie CBD-haltige Erzeugnisse auf den Markt bringen, entweder einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels oder einen Antrag auf Zulassung als neuartiges Lebensmittel ("Novel Food") stellen. Das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel. Zulassungen als „Novel Food“ liegen aber bislang nicht vor. Die Produkte dürften also gar nicht verkauft werden.

Zwar hat CBD im Gegensatz zu THC keine berauschende (psychoaktive) Wirkung. Es sind jedoch zahlreiche unerwünschte Effekte bekannt:

  • So kann CBD bei jedem Zehnten Schläfrigkeit und Benommenheit auslösen.
  • Genauso häufig scheint CBD aber auch zum Gegenteil, also zu Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und innerer Unruhe zu führen.
  • Zudem sind Fragen zu Dosierung, Sicherheit und Wechselwirkungen noch nicht geklärt.

Die Verbraucherzentralen raten daher von einem Verzehr ab! Besonders sensible Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden. Bonbons, Schokolade oder Erfrischungsgetränke enthalten oft fragwürdige Hanf-Zutaten, deren Ursprung unklar ist. Zudem nutzen die Anbieter Abbildungen von Hanfblättern und Begriffe wie "berauschend", "high" oder "Achtung Suchtgefahr!", um gezielt mit dem berauschenden Image zu werben. Das halten wir für eine gefährliche Verharmlosung von Cannabis.

Weitere Informationen bei:    

Alexandra Lauer (alexandra.lauer@ekkw.de)
Christina Heimeroth (christina.heimeroth@ekkw.de)


Stellenausschreibung der Jugendhilfestation I

24.08.2021

Die Jugendhilfestation I des Diakonischen Werkes Hersfeld-Rotenburg sucht ab sofort für ihre Tagesgruppe gem. §32 SGB VIII einen

Sozialpädagogen oder Erzieher (M/W/D)

bzw. vergleichbaren Abschluss

Die Stelle umfasst 39 Wochenstunden (Vollzeit) und ist vorerst befristet bis zum 21.06.2022, mit Option auf Verlängerung, im Rahmen einer Elternzeitvertretung zu besetzen.

Zu Ihren Aufgaben zählen:

  • Die pädagogische Begleitung von Kindern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren nach dem Bezugsbetreuersystem im Rahmen einer geregelten Tagesstruktur
  •  Betreuung der Hausaufgaben und Unterstützung bei schulischen Problemen
  • Spielen, Sport und andere Freizeitaktivitäten
  • Angebote im Blick auf die geschlechtsspezifische Entwicklung von Mädchen und Jungen
  • Rituale gestalten und Feste feiern
  • Dokumentation von Tagesabläufen
  • Führen von Hilfeplangesprächen
  • Enge Kooperation mit den Familien durch spezifische Angebote

Wir erwarten von Ihnen:

  • Eine abgeschlossene Ausbildung als Erzieher/ in (oder vergleichbar)
  • Berufserfahrungen in der Jugendhilfe sind wünschenswert
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Praktische Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, besonders im freizeitpädagogischen Bereich (Kreativangebote, Sport, Werken)
  •  Team- und Kooperationsfähigkeit
  • Mitwirkung an der konzeptionellen Weiterentwicklung

Wir bieten Ihnen:

  • Ein gutes Arbeitsklima in einem multiprofessionellen Team
  • Möglichkeit zur Fort- und Weiterbildung
  • Supervision
  • Vergütung nach dem TV-L

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen, die Sie uns bitte per E-Mail oder auf dem Postweg zukommen lassen.

Diakonisches Werk Hersfeld-Rotenburg

Geschäftsführung

Herrn Alexander Ulrich

Kaplangasse 1

36251 Bad Hersfeld

HersfeldRotenburg.Diakonie@ekkw.de

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Karin Weismüller unter der Telefonnummer 06621 4004323 gerne zur Verfügung.


Kreisdiakoniepfarrer Alexander Ulrich ins Amt eingeführt

30.06.2021

Hier geht's zum Artikel

Bericht aus HZ vom 29.06.2021


STÖRUNG DER TELEFONANLAGE

10.06.2021

Aufgrund einer Störung der Telekom, war die Jugendhilfestation I und die Psychologischen Beratungsstelle - Erziehungsberatung - letzte Woche zeitweise nicht erreichbar.


INFO-LETTER der Fachstelle für Suchtprävention Mai 2021

18.05.2021

Corona-Pandemie

Lebensqualität und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich weiter verschlechtert

Ein Jahr nach Beginn der Pandemie leidet fast jedes dritte Kind in Deutschland unter psychischen Auffälligkeiten. Die Sorgen und Ängste, depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden haben nochmals zugenommen. Betroffen sind hiervon vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund. Dies sind die Ergebnisse der zweiten Befragung aus der COPSY-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Zu den Ergebnissen dieser zweiten Befragung erklärt Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer, Leiterin der COPSY-Studie: „Wir brauchen verlässlichere Konzepte, um insbesondere Kinder aus Risikofamilien zu unterstützen und ihre seelische Gesundheit zu stärken. Hier sind auch die Schulen gefragt, regelmäßig Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern zu halten…“

Hier einige Ergebnisse der Befragung

Im Bereich der Lebensqualität, psychischen und psychosomatischen Auffälligkeiten geben vier von fünf der befragten Kinder und Jugendlichen an, sich durch die Pandemie belastet zu fühlen.

Eine geminderte Lebensqualität geben sieben von zehn Kinder an und jedes dritte Kind leidet unter psychischen Auffälligkeiten. Niedergeschlagenheit oder Kopf- und Bauchschmerzen gehören zu den gezeigten depressiven Symptomen sowie psychosomatischen Beschwerden.

Bedenklich scheint auch der Bereich Gesundheitsverhalten zu sein. Ungesunde Ernährung mit vielen Süßigkeiten ist an der Tagesordnung und doppelt so viele Kinder und Jugendliche machen im Vergleich zur ersten Befragung überhaupt keinen Sport mehr. Für das Wohlbefinden ist dieser jedoch wesentlich.

Der Bereich Schule, Familie, Freunde zeigt, dass viele Kinder und Jugendliche über den vermehrten Streit in der Familie und einem schlechteren Verhältnis zu ihren Freunden leiden. Zudem scheinen Eltern durch die anhaltende Pandemie immer belasteter und leiden häufig selbst unter depressiven Symptomen.

Ich leide unter depressiven Symptomen, was mache ich jetzt?

Vielleicht mal die Seite von www.krisenchat.de besuchen. krisenchat.de wurde im ersten Corona Lockdown in Berlin gegründet. krisenchat.de versteht sich als psychosoziale Ersthilfe für Kinder und Jugendliche, ein Angebot, dass immer verfügbar, kostenlos und wirkungsvoll ist.

Ziel von www.krisenchat.de ist es vor allem Kinder und Jugendliche zu erreichen, die sich bisher keine Hilfe gesucht haben und noch nie mit ihren Ängsten und Problemen an eine Organisation gewandt haben. Das Angebot beinhaltet digitale, professionelle, psychosoziale Beratung per Chat.

Über wichtige Themen wird auf Instagram, TikTok und der Ratgeber-Seite aufgeklärt. Alle wichtigen Themen sollen dazu beitragen, diese bei der Zielgruppe zu entstigmatisieren.

Die Internetseite www.krisenchat.de gibt 7 Kurz-Tipps für die psychische Gesundheit:

#7 Hilfe holen und diese annehmen

#6 Behalte das Ziel vor Augen

#5 Den Blick aufs Positive lenken

#4 Schlafen – es kommt auf das richtige Maß an

#3 Ernähre dich bewusst

#2 Reden hilft

#1 Bewegung

Sie haben Interesse an einer Präventionsberatung oder an einem auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Workshop zum Thema. Die Fachstelle für Suchtprävention bietet Seminare zur Entspannung und das Lernseminar „Entspannter in die Prüfung“ an, die sich u.a. mit Stressbewältigung, Brain Food und Tipps für eine entspannte Prüfung beschäftigen.

 

Bitte melden Sie sich bei:

Alexandra Lauer (alexandra.lauer@ekkw.de)

Christina Heimeroth (christina.heimeroth@ekkw.de)

Bildquelle Pixabay


Pfr. Ulrich neuer Geschäftsführer des Regionalen diakonischen Werkes

28.04.2021

Bitte hier klicken

Artikel aus HZ vom 27.04.2021


 

Der Träger

Das Diakonische Werk Hersfeld-Rotenburg ist als Einrichtung des Kirchenkreises eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Es wurde 1980 von dem ehemaligen Kirchenkreisen  Hersfeld und Rotenburg gegründet und ist Träger der auf der Homepage aufgeführten Angebote.

Geschäftsführer ist Pfr. Alexander Ulrich.

Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses ist kommissarisch Dekan Frank Hofmann.

Zur Finanzierung dieser Angebote tragen dankenswerterweise bei:

  • Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
  • Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg
  • Land Hessen
  • WI Bank
  • Stadt Bad Hersfeld
  • Europäische Union
  • Agentur für Arbeit
  • Rentenversicherungsträger
  • Aktion Mensch
  • ... und viele private Spenderinnen und Spender

Spenden

Allein durch diese Finanzierungsgrundlagen kann das vielfältige Angebot Ihnen allen zur Verfügung stehen. Dennoch sind wir auch auf Spenden angewiesen, z.B. für bestimmte Projekte wie La Sopa – Die Rotenburger Suppenküche, Pro Kids und einzelfallbezogene Hilfen. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit durch Ihre Spende unterstützen. Wir sind gemeinnützig und können Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstellen. Vielen Dank.

Bankverbindung / Spendenkonto
Kirchenkreisamt Hersfeld-Rotenburg

Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg
(BLZ 532 500 00) Konto 1 003 109
IBAN DE96 5325 0000 0001 0031 09
BIC HELADEF1HER

VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG
(BLZ 532 900 00) Konto 1 005 871
IBAN DE17 5329 0000 0001 0058 71
BIC GENODE51BHE

Evangelische Bank
(BLZ 520 604 10) Konto 1 900 102
IBAN DE02 5206 0410 0001 9001 02
BIC GENODEF1EK1